Mitteleuropa

Deutschland - Hamburg:

Das Licht und die Wärme, der von Priestern gesegneten Osterfeuern, sollen den Winter vertreiben und eine gute Ernte sichern. Auch wenn dieser Brauch für die meisten Bauern nicht mehr aktuell ist, zählt er dennoch nach wie vor zu den beliebtesten. In Hamburg werden in der Nacht von Karsamstag auf den Ostersonntag entlang des Elbstroms Osterfeuer angezündet, die man sich bei einer Bootstour ansehen kann.


Deutschland - Lausitz/Sorben:

Weit über die sorbischen Grenzen hinaus bekannt ist das Osterreiten am Ostersonntag. Jährlich zieht diese Tradition tausende Besucher in die Lausitz. Das Osterreiten ist eine der ältesten Traditionen und wurde bereits vor mehr als 500 Jahren praktiziert. Während neun Prozessionen, die aus ca. 1000 Reitern besteht, wird von den Reitern in Form von Liedern von der Auferstehung Christus berichtet.


Luxemburg:

Hier laufen Kinder singend durch die Straßen und tragen dabei mit Bändern und Blumen geschmückte Schlehdornsträuße. Die Sträußchen werden abends verbrannt.


Österreich:

Am Gründonnerstag wird vermehrt Grünes gegessen (Spinat). An diesem Tag gelegte Eier gelten als glücksbringend und unheilabwehrend. Weit verbreitet ist auch das Ratschengehen. Ratschen uä Holzinstrumente werden durch die Straßen getragen und ahmen mit ihren Geräuschen die Kirchenglocken nach.
Der Karfreitag (Feiertag für Evangelische) wird vielfach als Fasttag gehalten. Der Palmsonntag ist auch ein bedeutender Tag - Kinder bringen Palmstangen in die Kirche, die sie mit Bändern, Brezeln und Äpfeln geschmückt haben. Dadurch - so hoffen sie - werden sie schnell wachsen.
In der Osternacht (auf Ostersonntag) findet die Auferstehungsfeier statt, beginnend mit der Feuerweihe vor der Kirche. Häufig wird das Osterlicht auch nach Hause getragen. Osterfeuer auf den Bergen sind verbreitet. Am Ostersonntag werden in der Kirche Speisen (Schinken, Eier, österliches Backwerk) geweiht. Am bekanntesten sind die vom "Osterhasen gelegten" gefärbten oder verzierten Ostereier, mit denen oft "gepeckt" wird.


Schweiz:

Im Tessin verschenkt man öfters die sogenannte "Paloma di Pasqua" (Ostertaube), einen Kuchen mit getrockneten Früchten. Dazu wünscht man sich in der Südschweiz "Buona Pasqua" ! In der Westschweiz prozessieren betend und singend am Karfreitag Klageweiber durch die Straßen um Marterwerkzeuge Christi und das Schweißtuch der "Heiligen Veronika" zu zeigen. In Bern wird das härteste Ei gesucht, dazu werden beim "Eiertütschen" Ostereier aneinandergeschlagen.


Tschechien:

Zum Osterfest in Tschechien gehört gebratenes oder gebackenes Lamm- und Ziegenfleisch, als Beilage gibt es Kartoffeln. Außerdem gibt es zu Ostern immer das Osterbrot. Das Brot ist aus Germ/Hefeteig und hat die Form eines Brotlaibes der oben kreuzförmig eingeschnitten wird.
Auch in Tschechien gehört es zur Tradition Osterlämmer aus Biskuitteig zu backen.





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