Nordeuropa

Finnland:

Jesus wurde in Jerulsalem mit Palmwedeln empfangen. Und aus diesem Grund werden Freunde und Bekannte in Finnland leicht mit einer Birkenrute "geschlagen" - was Glück bringen soll. Am Ostersonntag geht die stille Woche zuende und die Kinder ziehen deshalb mit viel Radau durch die Straßen.


Island:

Wo sonst in Legenden Trolle und wilde Tiere ihr Unwesen treiben, herrscht am Ostermorgen Ruhe. Zeit zur Besinnung also.


Norwegen:

Hier gehen Osterhexen (verkleidete und geschminkte Kinder) von Tür zu Tür und "betteln" um Süßigkeiten. Im Norden Norwegens wird Ostern 10 Tage lang gefeiert. Nicht nur besinnlich, sondern auch fröhlich geht es hier zB mit einem Rentierschlittenrennen zu.


Schweden:

Am Karsamstag ("langer Samstag" genannt) verkleiden sich die Kinder mit Kopftüchern und langen Röcken als "Osterweiber" ("Påskäring"). Dann laufen sie mit einem Kaffeekessel und dem Spruch "Osterweiber, noch sind die Kaffeekessel leer!" von Tür zu Tür und betteln um Süßigkeiten.
Die Erwachsenen schmücken ihre Wohnungen mit Birkenreisig und knallig-bunten Federpuscheln. Mit Feuerwerkskörpern (im Westen Schwedens), Krach und Osterfeuern werden die "bösen" Osterhexen verjagt.
In manchen Gegenden gehen Frauen, die noch ihren Liebsten erobern möchten, nachts heimlich an eine Quelle oder einem Fluss, um das Osterwasser zu schöpfen. Wenn sie das Holen des Wassers schweigend vollbracht haben und es ihnen dann auch noch gelingt, den schlafenden Geliebten damit zu besprengen, ohne dass er es merkt, steht einer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Wege.


Wales:

Karfreitag war Tenby nur barfuß unterwegs - Schuhe hätten die Erde gestört. In der heutigen Zeit treffen sich die Waliser am Ostermontag auf Hügel nahe ihrer Ortschaften. Sie ziehen kurz vor Sonnenaufgang in kleinen Prozessionen hin und begrüßen dann tanzend die Sonne. Die Sonne gilt bis heute als das Symbol für die Auferstehung Christi.




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