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Rund um Ostern
Ostern allgemein
Im Christentum ist die Auferstehung Jesu das zentrale Glaubensereignis, da der Tod nicht als Ende, sondern als Neubeginn angesehen wird.
Mit dem Osterfest soll gezeigt werden, dass das Leben über Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht und die Liebe über den Hass siegen wird.
Am Aschermittwoch beginnt die 40 tägige Fastenzeit, die am Ostersamstag endet. Diese Zeit soll genutzt werden sich zu besinnen, Buße zu tun und um mit dem Fasten Körper und Seele zu reinigen.
Da es allerdings im Laufe der Zeit für viele gläubige Menschen nicht mehr möglich ist sich 40 Tage lang an die strengen Fastenregeln zu halten, gibt es zwei wichtige Fastentage: Aschermittwoch und Karfreitag. Während der strengen Fastenzeit dürfen keine Lebensmittel aus Milch, Butter und Eiern sowie Fleisch gegessen werden. Aber die Menschen wären keine Menschen wenn sie nicht Mittel und Wege finden würden, um diese Regeln zu umgehen. So gibt es vor allem in Süddeutschland die "Herrgottsbescheißerle". Das sind Maultaschen - und unter dem Nudelteig wird das Fleisch versteckt.
Die Karwoche (die letzten 7 Tage vor Ostern) erinnert an den Tod und das Leiden von Jesus Christus und ist eine Zeit der stillen Besinnung.
Der letzte Sonntag vor Ostern heißt Palmsonntag. Der Name stammt von einem altem Brauch aus Jerusalem. Bereits seit dem 8. Jahrhundert erinnert eine Prozession mit Palmen an den Einzug Jesu in Jerusalem. Die Palmen gelten als Siegeszeichen und sind ein christliches Symbol für den Lebensbaum bzw den Paradiesbaum. Auch in Deutschland wird der Brauch gepflegt. Mangels Palmen werden einheimische Büsche als Gebinde verwendet. Die Gebinde werden aus Buchsbaum, Tanne, Wacholder, Stechpalmen, Haselzweigen und Immergruen hergestellt. Diese so entstandenen "Palmen" wurden nach der Weihe zur Abwehr vor allem Bösen auf Feld und Hof verwendet.
Am Palmsonntag ist Ausschlafen nicht ratsam. Denn der Letzte, der an diesem Tag aufsteht, ist der Palmesel. :-))
Übrigens - wenn ihr am letzten Sonntag vor Ostern ein paar Zweige vom Haselstrauch oder Weidenkätzchenbusch in die Vase stellt, werden sie an Ostern blühen. Da Weidenkätzchen inzwischen sehr selten geworden sind, nehmt aber lieber den Haselstrauch.
Am Gründonnerstag werden viele Speisen gegessen in denen die Farbe Grün dominiert. So zum Beispiel grüne Gemüse und Maultaschen mit viel Spinat.
Der Karfreitag ist der Tag an dem Jesus gekreuzigt wurde. Noch heute schweigen aus diesem Grund in vorwiegend katholischen Gegenden die Kirchenglocken und in den Kirchen wird der Altar nicht geschmückt und auch keine Orgel gespielt. Karfreitag ist einer der beiden wichtigsten Fastentage, ganz besonders gläubige Menschen essen heute gar nichts. An Karfreitag geschöpftes Wasser hatte angeblich Heilkräfte gegen viele Krankheiten. Dazu musste es allerdings von jungen Mädchen noch vor Sonnenaufgang entegegen der Strömung aus dem Bach geschöpft werden.
Der Ostersonntag war früher der wichtigste Feiertag in der Kirche, da er die Auferstehung Jesus Christus feiert. Noch in vielen Gemeinden ist es Brauch am Ostersonntag die Konfirmation zu beginnen.
Woher der Begriff Ostern kommt ist unklar. Es gibt eine Vielzahl von Erklärungen:
Die Sonne geht im Osten auf und beendet damit die Dunkelheit der Nacht. So ist es möglich daß sich dies auf Ostern übertragen läßt, denn mit Ostern kommt ja der Frühling, der den Winter ablöst.
Der Name einer gemanischen Frühlingsgöttin lautet "Ostara" - was übersetzt Erlaubnis bedeutet. Hier ist vielleicht die Erlaubnis, den Frühling und das Osterfest beginnen zu lassen, gemeint.
"Aurora" - die römische Göttin des Lichtes kann auch eine Erklärung für das Wort Ostern sein. Aurora bedeutet soviel wie Rot oder Morgenröte - also auch wieder in Verbindung mit Licht und damit mit dem Frühling.

