Osterwasser

Das Osterwasser hat den Ursprung in einem alten, heidnischen Brauch. Angeblich heilt das Osterwasser Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten, wenn man es aus der Quelle schöpfte. Außerdem, so hieß es, hält das Wasser, wenn man sich am Ostermorgen damit wäscht für immer jung und schön. Um das Vieh vor Krankheiten zu schützen, trieb man dieses am Ostermorgen in die Bäche und Flüsse. Wasser steht als Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit. Keine Pflanze könnte wachsen, kein Tier und kein Mensch könnte ohne Wasser

Früher wurde zu Ostern in der Nacht von Kar-/Ostersamstag auf Ostersonntag von Mitternacht bis zum Sonnenaufgang Wasser aus einem Bach oder Brunnen geschöpft. Da das Wasser ein Symbol der Fruchtbarkeit ist, wurde es von jungen Mädchen schweigend gegen den fließenden Strom geschöpft. Damit das Wasser seine Segens- und Heilkraft nicht verliert, durfte weder das Schweigen gebrochen werden, noch ein Schluck Wasser auslaufen. Das heilige Wasser sollte nun ein ganzes Jahr vor Krankheiten, Unglücken oder ähnlichen Ereignissen bewahren.

In verschiedenen Regionen wird aus Dankbarkeit zum lebensspendendem Wasser noch heute der Brunnen im Dorf mit Osterschmuck und Blumen geschmückt.




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