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Rund um Ostern
Frühlingslieder
Die Texte und Melodien wurden uns freundlicherweise von
www.ingeb.org zur Verfügung gestellt. Dort könnt ihr euch im Übrigen auch die Noten anschauen. Viel Spaß beim Singen. ;-)
| Alle Vögel sind schon da |
Alle Vögel sind schon da,
Alle Vögel, alle!
Welch ein Singen, Musiziern,
Pfeifen, Zwitschern, Tierelier'n!
Frühling will nun einmarschier'n,
Kommt mit Sang und Schalle
Wie sie alle lustig sind,
Flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star
Und die ganze Vogelschar
Wünschet dir ein frohes Jahr,
Lauter Heil und Segen!
Was sie uns verkündet nun
Nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
Lustig wie die Vögelein,
Hier und dort, Feld aus, Feld ein,
Singen springen, scherzen!
Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
| Der Kuckuck und der Esel |
Der Kuckuck und der Esel,
Die hatten großen Streit,
|: Wer wohl am besten sänge :|
|: Zur schönen Maienzeit :|
Der Kuckuck sprach: "Das kann ich!"
Und hub gleich an zu schrei'n.
|: Ich aber kann es besser! :|
|: Fiel gleich der Esel ein. :|
Das klang so schön und lieblich,
So schön von fern und nah;
|: Sie sangen alle beide :|
|: Kuckuck, Kuckuck, i-a! :|
Text: Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
Melodie: Karl Friedrich Zelter (1758 - 1852)
| Der Mai ist gekommen |
Der Mai ist gekommen,
Die Bäume schlagen aus,
Da bleibe, wer Lust hat,
Mit Sorgen zu Haus!
Wie die Wolken wandern
Am himmlischen Zelt,
So steht auch mir der Sinn
In die weite, weite Welt.
Herr Vater, Frau Mutter,
Daß Gott euch behüt!
Wer weiß, wo in der Ferne
Mein glück mir noch blüht;
Es gibt so manche Straße,
Da nimmer ich marschiert,
Es gibt so manchen Wein,
Den ich nimmer noch probiert.
Frisch auf drum, frisch auf drum
Im hellen Sonnenstrahl!
Wohl über die Berge,
Wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen,
Die Bäume rauschen all;
Mein Herz ist wie'n Lerche
Und stimmet ein mit Schall.
Und abends im Städtlein,
Da kehr ich durstig ein:
"Herr Wirt, Herr Wirt,
Eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel,
Du lustger Spielmann du,
Von meinem Schatz das Liedel,
Das sing ich dazu!"
Und find ich keine Herberg,
So lieg ich zur Nacht
Wohl unter blauem Himmel,
Die Sterne halten Wacht;
Im Winde die Linde,
Die rauscht mich ein gemach,
Es küsset in der Früh
Das Morgenrot mich wach.
O Wandern, o Wandern,
Du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem
So frisch in die Brust;
Da singet und jauchzet
Das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön,
O du weite, weite Welt!
Text: Emanuel Geibel (1815 - 1884)
Melodie: Justus Wilhelm Lyra (1822 - 1882)
| Im Märzen der Bauer |
Im Märzen der Bauer
Die Rößlein einspannt,
Er setzt seine Felder
Und Wiesen in Stand.
Er pflüget den Boden,
Er egget und sät
Und rührt seine Hände
Früh morgens und spät.
Die Bäu'rin, die Mägde,
Sie dürfen nicht ruh'n,
Sie haben in Haus
Und Garten zu tun.
Sie graben und rechen
Und singen ein Lied,
Sie freu'n sich, wenn alles
Schön grünet und blüht.
So geht unter Arbeit
Das Frühjahr vorbei,
Da erntet der Bauer
Das duftende Heu.
Er mäht das Getreide,
Dann drischt er es aus,
Im Winter da gibt es
Manch fröhlichen Schmaus.
volkstümlich
| Komm lieber Mai |
Komm lieber Mai und mache
Die Bäume wieder grün
Und laßt uns an dem Bache
Die kleinen Veilchen blüh'n
Wie möchten wir so gerne
Ein Blümchen wieder seh'n
Ach lieber Mai wie gerne,
Einmal spazieren geh'n.
Zwar Wintertage haben
Wohl auch der Freuden viel
Man kann im Schnee frisch traben
Und treibt manch Abendspiel
Baut Häuselchen von Karten,
Spielt Blinde Kuh und Pfand
Auch gibt's wohl Schlittenfahrten
Auf's liebe freie Land.
Doch wenn die Vöglein singen
Und wir dann froh und flink
Auf grünem Rasen springen
Das ist ein ander' Ding
Jetzt muß mein Steckenpferdchen
Dort in dem Winkel stehn
Denn draußen in dem Gärtchen
Kann man vor Kot nicht gehn.
Am meisten aber dauert
Mich Lottchens Herzeleid,
Das arme Mädchen lauert
Recht auf die Blumenzeit.
Umsonst hol ich ihr Spielchen
Zum Zeitvertreib herbei,
Sie sitzt in ihrem Stühlchen,
Wie's Hühnchen auf dem Ei.
Komm' mach' es bald gelinder,
Daß alles wieder blüht,
Dann wird das Flehn der Kinder
Ein lautes Jubellied.
O komm' und bring' uns allen
Die lieben Veilchen mit,
Bring' Ros' und Nachtigallen
Und viele Kuckucks Lied.
Text: Christian Adolph Overbeck (1755 - 1821)
Melodie: Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
| Summ summ summ |
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Ei, wir tun dir nichts zu leide,
Flieg nur aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Such in Blüten, such in Blümchen
Dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Kehre heim mit reicher Habe,
Bau uns manche volle Wabe,
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
| Häschen in der Grube |
Häschen in der Grube
|: Saß und schlief :|
|: Armes Häschen bist du krank,
Daß du nicht mehr hüpfen kannst :|
Häslein hüpf, Häslein hüpf, Häslein hüpf!
Häschen vor dem Hunde
|: Hüte dich :|
|: Hat gar einen scharfen Zahn,
Daß er dich wochl packen kann :|
Häslein lauf, Häslein lauf, Häslein lauf!
volkstümlich
| Das Wandern ist des Müllers Lust |
|: Das Wandern ist des Müllers Lust :|
Das Wandern
Das muß ein schlechter Müller sein
|: Dem niemals fiel das Wandern ein :|
Das Wandern
Das Wandern . . . . .
|: Vom Wasser haben wir's gelernt :|
Vom Wasser
Das hat nicht Ruh' bei Tag und Nacht
|: ist stets auf Wanderschaft bedacht :|
Das Wasser
Das Wasser . . . . .
|: Das sehn wir auch den Rädern an :|
Den Rädern
Die gar nicht gerne stille steh'n
|: und sich bei tag nicht müde drehn :|
Die Räder
Die Räder . . . . . .
|: Die Steine selbst so schwer sie sind :|
Die Steine
Sie tanzen mit den muntern Rhein
|: Und wollen gar noch schneller sein :|
Die Steine
Die Steine . . . .
|: O Wandern, Wandern, meine Lust :|
O Wandern
Herr Meister und Frau Meisterin
|: Laßt mich in Frieden weiterziehn :|
Und wandern
Und wandern
Text: Wilhelm Müller (1794 - 1827)
Melodie: Carl Friedrich Zöllner (1800 - 1860)
| Winter Ade |
Winter adé!
Scheiden tut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Daß mir das Herze lacht!
Winter adé!
Scheiden tut weh.
Winter adé!
Scheiden tut weh.
Gerne vergeß ich dein,
Kannst immer ferne sein.
Winter adé!
Scheiden tut weh.
Winter adé!
Scheiden tut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
Lacht dich der Kuckkuck aus!
Winter adé!
Scheiden tut weh.
Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
| Kuckuck! Kuckuck! Rufts aus dem Wald |
Kuckuck! Kuckuck!
Ruft's aus dem Wald.
Lasset uns singen
Tanzen und springen!
Frühling, Frühling
Wird es nun bald
Kuckuck! Kuckuck!
Läßt nicht sein Schrei'n.
Kommt in die Felder,
Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling,
Stelle dich ein!
Kuckuck! Kuckuck!
Trefflicher Held!
Was du gesungen,
Ist dir gelungen:
Winter, Winter
Räumet das Feld!
Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
| Es tönen die Lieder |
Es tönen die Lieder,
Der Frühling kehrt wieder,
Es spielet der Hirte
Auf seiner Schalmei:
La la la la la la la a,
La la la la la la la.
Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)

